01.10.2022
Mehr Sicherheit durch Videoüberwachung (Foto: Anna Kaminova)

Tipps für mehr Sicherheit im eigenen Stall

Zu den vielen Herausforderungen beim Umgang mit Pferden gehört das Thema Sicherheit. Diese kann mit einigen Tipps verbessert werden. Wie sich Tier und Mensch sicherer fühlen können, erläutert dieser Artikel. Außerdem gehen wir darauf ein, welche Maßnahmen im Ernstfall zu ergreifen sind.

Mehr Sicherheit durch Videoüberwachung
Auch wenn es sicherlich nicht leicht fällt, diesen Schritt wirklich zu gehen, können Videokameras zu mehr Sicherheit für das eigene Pferd beitragen. Leider gibt es immer wieder Fälle, in denen Unbekannte eindringen und für Ärger sorgen. Damit mehr Kontrolle besteht, ist die Überwachung also durchaus eine Überlegung wert. Vor der Installation sollte allerdings geprüft werden, ob die notwendigen Anschlüsse für das Vorhaben vorhanden sind. Viele Kameras funktionieren kabellos, sodass bereits mit wenig Aufwand die Sicherheit verbessert werden kann.


Auch für die Nacht gibt es mittlerweile Kameras in guter Qualität. Vorteilhaft ist dies nicht nur, um einen Blick auf mögliche Einbrecher zu haben. Vielmehr lässt sich so sofort erkennen, ob sich das Pferd wohlfühlt. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob dieser Schritt wirklich notwendig ist, kann auch erst noch abwarten. Im Bereich vor dem Stall Schilder mit einem Verweis auf Videoüberwachung aufzustellen, kann sich bereits als geeignete Präventivmaßnahme herausstellen. Dies gilt auch, wenn es gar keine Kameras gibt.

Mehr Sicherheit durch Videoüberwachung (Foto:  Anna Kaminova)
Mehr Sicherheit durch Videoüberwachung (Foto: Anna Kaminova)

Leitungen regelmäßig überprüfe
Die Elektronik gehört sicherlich zu den größten Gefahrenquellen im Pferdestall. Da sich hier jede Menge leicht entzündbares Material befindet, kommt der regelmäßigen Wartung der Elektronik eine besonders wichtige Rolle zu. Bei der Suche nach den Kabeln helfen Leitungsdetektoren, mit denen defekte Kabel einfach ausfindig zu machen sind. Das Risiko auf einen Brand, der sich schnell ausbreiten kann, wird auf diese Weise deutlich minimiert. Generell empfiehlt es sich, die Anzahl der elektronischen Anschlüsse möglichst gering zu halten. Bei deren Benutzung sollte außerdem immer jemand anwesend sein, um im Schadensfall sofort reagieren zu können.

Ausrüstung griffbereit haben
In manchen Fällen nützen selbst die besten Präventivmaßnahmen mit dem besten Konzept nichts mehr. Schäden durch Defekte oder höhere Gewalt lassen sich schließlich niemals gänzlich ausschließen. Dennoch können die meisten Schäden in einem überschaubaren Rahmen gehalten werden, wenn eine gute Vorbereitung für diesen Fall vorhanden ist. Vor allem das schnelle Evakuieren der Pferde steht dabei im Vordergrund. Ebenfalls sollten Feuerlöscher immer in ausreichender Menge vorrätig sein und in greifbarer Nähe bereitstehen.

Nicht zu leichtsinnig werden
Bei allen Bedenken über die Sicherheit des eigenen Pferdes schleicht sich häufig etwas Leichtsinn in die tägliche Routine ein. Haben wir alle Vorkehrungen getroffen, wähnen wir uns zu schnell in Sicherheit. Umso größer ist dann der Schock, wenn doch etwas Unvorhergesehenes passiert. Die genannten Punkte regelmäßig neu zu überprüfen, hilft dabei, auch nach längerer Zeit auf der sicheren Seite zu bleiben. Schließlich lassen sich die Dinge nie komplett planen, weshalb es immer zu unschönen Überraschungen kommen kann. Nicht zuletzt stellen gerade die Pferde oft ein Risiko für sich selbst dar. Auch der beste Pferdeversteher kann nie genau voraussagen, wie sich das Tier in einer Extremsituation verhält. Dies im Hinterkopf zu behalten, ist daher ein wesentlicher Aspekt, wenn es um die Sicherheit im Stall geht. 

Bild mit freundlicher Genehmigung von Anna Kaminova
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