02.10.2022
DSP-Elitehengst: Millennium (Foto: Björn Schröder)

DSP-Elitehengst 2022

Olympisches Flair bei den DSP-Hengsttagen: Die Australierin Simone Alexandra Pearce ließ in München den Trakehner Millennium strahlen, bevor dieser in den illustren Kreis der „DSP-Elitehengste“ aufgenommen wurde.

Die Anforderungen an einen „DSP-Elitehengst“ sind hoch. Deshalb ist der Kreis der Vererber, die mit diesem Titel geehrt wurden, nicht allzu groß: Don Diamond, der Strahlemann von Gestüt Birkhof, darf sich so nennen, außerdem der unvergessene Quaterback aus der berühmten P-Linie des brandenburgischen Haupt-und Landgestüts, Ludger Beerbaums rund um den Globus auf 5*-Niveau erfolgreicher Colestus, der Stempelhengst des bayerischen Haupt- und Landgestüts Rivero II und der Neustädter Landbeschäler Askari, der weit mehr als 100 Erfolge bis S3* in seiner sportlichen Bilanz stehen hat und Vater unter anderem von Simone Blums WM-Goldpferd DSP Alice ist.

Im Rahmen der DSP-Hengsttage wurde der exklusive Titel nun ein sechstes Mal vergeben – an den Trakehnerhengst Millennium, der der sächsischen Gestütsverwaltung gemeinsam mit dem Gestüt Sprehe gehört. Moritzburgs Landstallmeisterin Dr. Kati Schöpke und Albert Sprehe ließen es sich denn auch nicht nehmen, ihren Hengst bei dieser besonderen Ehrung zu flankieren. Er schien’s zu genießen, schließlich ist er es gewohnt, im Rampenlicht zu stehen. Der jetzt 14-jährige Sohn des Easy Game, von Dr. Bettina Bieschewski auf dem Wehdenhof nahe Kiel aus einer Mutter von Ravel-Consul gezogen, glänzte schon bei seiner Körung, er verlies Neumünster 2010 mit der Schärpe des zweiten Reservesiegers. Auch sportlich machte er früh von sich reden: Vierjährig war er Seriensieger in Reitpferdeprüfungen und Trakehner Vize-Champion, mittlerweile ist er in der S-Klasse angekommen und sammelt Erfolge auf internationalem Parkett unter der für Gestüt Sprehe tätigen australischen Olympiareiterin Simone Alexandra Pearce. Sie war eigens aus dem Oldenburger Münsterland angereist, um ihren Strahlemann in der Münchner Olympia-Reitanlage selbst zu präsentieren und seinen Ausbildungsstand zu demonstrieren. Ein Auftritt, der die sportliche Qualität des Schwarzbraunen eindrucksvoll demonstrierte!  

Seine Qualität als Vererber steht längst außer Frage. 2014 gab er sein Debut als Hengstvater, mit Sir Sansibar und Morricone stellte er sowohl bei den Trakehner  als auch der Oldenburger Körung den Sieger, weitere Sieger- und Prämienhengste folgten, die Liste ist lang. Inzwischen ist die Zahl seiner gekörten Söhne auf stolze 76 gewachsen – der letzte kam nun bei den DSP-Hengsttagen hinzu. Außerdem zeichnete er über seinen Sohn Maracaná auch als Großvater für einen Prämienhengst dieser DSP-Hengsttage verantwortlich.

Auch als Stutenmacher ließ er aufhorchen, beispielsweise stellte er 2016 die Siegerstute der baden-württembergischen Stutenschau in Weilheim/Teck, bereits 108 seiner Töchter wurden mit einer Staatsprämie ausgezeichnet. Weit mehr als 400 seiner Nachkommen sind als Turnierpferde registriert, er stellte mit dem gekörten DSP Marc Cain einen Vize-Bundeschampion und WM-Finalisten, dazu Finalisten des Nürnberger Burgpokals, und trotz ihres vergleichsweise noch jugendlichen Alters sind bereits 13 seiner Söhne und Töchter in der schweren Klasse erfolgreich. Kein Wunder, dass seine Nachkommen bereits als Fohlen begehrt sind, 2016 stellte er in Nördlingen die Preisspitze der DSP-Elite-Fohlenauktion.

Millennium – eine Erfolgsgeschichte, der bei den DSP-Hengsttagen ein weiteres Kapitel hinzugefügt wurde. mic

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