29.09.2022

Dänemark Dressur-Weltmeister – Deutsches Team mit Bronze

(Herning) Bundestrainerin Monica Theodorescu hatte schon vorab gesagt – alles recht neu – zwei Neulinge im Team – Benjamin Werndl und Frederik Wandres – und eine erfahrene Championatsreiterin aus der Vielseitigkeit erstmals im Dressurteam – Ingrid Klimke. Dazu die routinierste mit einem Pferd, das sein Championatsdebüt gab und nicht nur einfach ist – Isabell Werth und DSP Quantaz. Es wurde in der Mannschaftswertung Bronze. Chapeau! Das muss man erstmal schaffen. 

Der dänischen Equipe kann man nur gratulieren zur Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft im eigenen Land. So sehr wollten sie es, so gut standen die Chancen. Unvergessen die Riesenfreude im September 2021 bei den Europameisterschaften auf dem Hof Kasselmann über Team-Bronze der dänischen Abordnung. Cathrine Laudrup-Dufour und ihr Vamos Amigos übernahmen die Führung in der Einzelabrechnung mit 81,86 Prozent. Dressurfans aus Norddeutschland werden sich erinnern – bei den VR CLASSICS in Neumünster im Februar verblüffte Dufour bereits mit Vamos Amigos. Dahinter reihte sich Großbritanniens Charlotte Fry mit Glamourdale ein (80,83), die mit ihrem Team Silber gewann. Dritte ist Dinja van Liere aus den Niederlanden mit Hermes (78,83). Dann folgen schon die Britin Charlotte Dujardin und ihr Imhotep (77,40), Isabell Werth mit DSP Quantaz (77,12) und Benjamin Werndl mit Famoso OLD (77,00). Freddie Wandres und Duke of Britain rangieren auf Platz 9 (76,66).

“Ich glaube nicht, dass wir immer den Anspruch erheben können, dass wir mit vier Pferden losfahren, die 80+ (Prozent) gehen können, sondern wir haben eine Zeit wo wir uns wieder aufbauen müssen, wo wir mit jungen Leuten, mit jungen Pferden arbeiten müssen”, formulierte es Isabell Werth. Und: “Ich glaube wir sehen –  alle ´kochen nur mit Wasser` und das macht die Sache eben auch spannend. Diesmal hat`s einen wirklich sehr offenen Wettkampf – in jeder Hinsicht.” Das schadet dem Dressur-Sport nun ganz gewiss nicht. 

Bundestrainerin Monica Theodorescu war folglich auch nicht unzufrieden mit der Team-Medaille. “Ich bin sehr glücklich über die Leistungen der Reiter und Pferde, sie haben ihre Top-Leistungen abgerufen. Ich bin sehr sehr zufrieden mit der Bronze-Medaille, wir wußten, dass das hier ein enges Rennen wird. Wir haben die Qualifikation für Paris – Olympische Spiele – geschafft, also das haben wir ´im Sack` und das ist das allerwichtigste.” Drei von vier im Team waren zudem noch nie auf einem Dressur-Championat und haben nun eine Bronze-Medaille. Das – so ließ Theodorescu wissen – mache sie sehr stolz.

Erste Dressurmedaille für Ingrid Klimke und Franziskus. (Foto: FEI/ Leanjo de Koster)

Wie geht es weiter? Ab Montag mit dem Grand Prix Special in der Einzelwertung ab 13.30 Uhr (live bei ClipMyHorse.TV). Um 17.00 Uhr sind Ingrid Klimke und Franziskus als erste dran, um 17.40 Uhr folgt Benjamin Werndl mit Famoso OLD und um 18. 30 Uhr Frederic Wandres/ Duke of Britain. Um 19.40 Uhr ist dann Isabell Werth mit DSP Quantaz die letzte Reiterin dieser Prüfung.

Da könnten die Springreiter und -reiterinnen eventuell sogar mal kurz zugucken gehen, denn der Vet-Check der Springpferde beginnt um elf Uhr. Die deutschen Pferde sind bereits in Herning eingetroffen, das Team reiste individuell hinterher. Europameister André Thieme sollte laut Navi um Mitternacht in Herning eintreffen, er ist noch am “dichtesten dran” von Mecklenburg-Vorpommern aus….

Bild mit freundlicher Genehmigung von FEI
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