02.10.2022
Endlich wieder Pressekonferenz zur PARTNER PFERD mit (v.l.n.r.) dem Geschäftsführer der Leipziger Messe Martin Buhl-Wagner, dem geschäftsführenden Gesellschafter der EN GARDE Marketing GmbH Volker Wulff, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Leipzig Dr. Harald Langenfeld und der Leipziger Sportamtsleiterin Katja Büchel. Foto: PUNCTUM Alexander Schmidt

Beste Besetzung, riesige Vorfreude – die PARTNER PFERD wird sehnsüchtig erwartet

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause wird im April endlich wieder ein Weltcup-Finale stattfinden – und das gleich in vier Disziplinen: Dressur, Fahren, Springen und Voltigieren. Für die deutschen Pferdesportler*innen wird es ein Heimspiel, denn Schauplatz sind die Leipziger Messehallen. Die Weltcup-Finals werden im Rahmen der Messe Partner Pferd vom 6. bis 10. April ausgetragen.

„Ich glaube, die Gesellschaft braucht wieder schöne Erlebnisse. Nach zwei Jahren der Pandemie und den aktuellen Ängsten durch den Ukraine-Krieg ist die Sehnsucht nach positiven Erlebnissen groß. Diese Verantwortung tragen wir als Veranstalter und ich freue mich, in Leipzig die richtigen Partner dafür zu haben“, sagte Turnierchef Volker Wulff. Bereits zum zweiten Mal, nach 2011, ist Leipzig wieder Veranstaltungsort eines Weltcup-Finales in gleich vier Disziplinen. Und das Starterfeld wird schon aus deutscher Sicht absolut hochklassig sein.

In der Dressur dürfen maximal drei Paare pro Nation antreten. Isabell Werth (Rheinberg) ist als Titelverteidigerin gesetzt und hat sich mit ihren Starts in Lyon/FRA (Sieg mit Weihegold OLD), Neumünster (Platz fünf mit DSP Quantaz) und s’Hertogenbosch/NED (Platz zwei mit DSP Quantaz) qualifiziert. Bereits vier Mal hat Werth, die erfolgreichste Dressurreiterin aller Zeiten, das Weltcup-Finale schon gewonnen: 2007, 2017, 2018 und 2019. Zuletzt dreimal in Folge mit Weihegold OLD.  „Der Plan ist auch dieses Finale mit Weihegold zu bestreiten und sie dann in den sportlichen Ruhestand zu verabschieden“, sagte die Rekord-Olympionikin. „Das Finale ist sehr gut besetzt und Jessica reist sicher als Favoritin nach Leipzig.“

Die Olympiasiegerin und amtierende Europameisterin Jessica von Bredow-Werndl (Aubenhausen) führt die Weltcup-Rangliste der Westeuropa-Liga an. Sie gewann mit Ferdinand BB im polnischen Zakrzow sowie mit TSF Dalera BB in Neumünster und s’Hertogenbosch/NED. Auch von Bredow-Werndl verfügt über ausreichend Erfahrung in Sachen Weltcup-Finale: Mit dem Hengst Unée BB wurde sie schon drei Mal Dritte. Ob Leipzig ihr vorerst letzter Turnierstart sein wird oder ob sie die ersten Turniere der Freiluft-Saison Ende April/Anfang Mai noch mitnimmt, steht indes noch nicht fest. Die 36-Jährige erwartet im August ihr zweites Kind und hat das Weltcup-Finale in Leipzig als großes Ziel definiert.

Helen Langehanenberg (Billerbeck) punktete in dieser Saison mit der Holsteiner-Stute Annabelle in Herning/DK (Platz vier), Madrid/ESP (Sieg) sowie Motesice/SVK (Sieg) und wird das deutsche Aufgebot in der Dressur komplettieren. 2013 gewann sie mit Damon Hill NRW das Weltcup-Finale in Göteborg/SWE. Und auch 2011 war sie mit dem Hengst schon in Leipzig am Start, als das Weltcup-Finale zuletzt in der Messestadt stattfand.

Kukuk, Schulze Topphoff, Will und Ehning treten im Parcours an
Mit einem vierköpfigen Starterfeld wird Deutschland im Springen vertreten sein. Christian Kukuk (Riesenbeck) hat mit dem Westfalen Wallach Checker in dieser Saison zwei Mal im Weltcup gepunktet: Gleich zum Auftakt wurden die beiden in Oslo/NOR Fünfte, anschließend noch Vierte in Verona/ITA. Mit insgesamt 25 Punkten rangiert der 32-Jährige als bester Deutscher auf Platz zehn des Abschlussrankings. „Es ist mein erstes Weltcup-Finale und ich freue mich natürlich sehr darauf, aber auch ganz besonders darüber, dass es in Leipzig ist. Ich mag das Turnier, das Publikum fiebert immer sehr mit“, sagte Kukuk.

Der 23-jährige Philipp Schulze Topphoff (Havixbeck) ist der jüngste Reiter im deutschen Aufgebot. Der U21-Europameister von 2019 hat sich in dieser Saison endgültig im Top-Sport etabliert. Mit seiner Spitzenstute Concordess NRW gewann er im Dezember das Weltcup-Springen von La Coruna/ESP und qualifizierte sich damit direkt für Leipzig. David Will (Dagobertshausen) genügte mit seinem Top-Pferd, dem Holsteiner C-Vier, ein zweiter Platz in Madrid/ESP für die Finalqualifikation. Und auch Marcus Ehning (Borken), der das Weltcup-Finale schon drei Mal gewonnen hat (2003, 2006 und 2010) wird wieder dabei sein. Mit Kendra Claricia Brinkop wäre noch eine weitere deutsche Teilnehmerin qualifiziert gewesen, allerdings steht ihr Kastelle Memo, das Pferd, mit dem sie im November in Verona noch Zweite geworden war, nicht mehr zur Verfügung. Ein anderer vierbeiniger Partner kommt für die 27-Jährige leider nicht infrage, da die Pferde, die beim Weltcup-Finale antreten, laut Reglement während der Saison in einem Qualifikationsspringen gestartet sein müssen.

Premiere für Mareike Harm und Top-Besetzung im Voltigieren
Bei den Vierspännern wird Mareike Harm (Negernbötel) eine Premiere feiern: Sie ist die erste Frau, die sich für ein Weltcup-Finale in dieser von Männern dominierten Disziplin qualifiziert hat. Mehr noch: Das gesamte Team auf der Kutsche ist weiblich. „Die Aufregung ist schon groß, aber wir sind alle sehr nervenstark“, beschreibt Harm ihre Vorfreude auf Leipzig. In der Disziplin Voltigieren kommt mit Jannik Heiland (Wulfsen) der amtierende Vize-Weltmeister bei den Herren nach Leipzig und mit Janika Derks (Neuss) auch die Titelverteidigerin im Weltcup bei den Damen, die für dieses Highlight noch einmal in den Zirkel zurückkehrt. Das gilt auch für Johannes Kay (Neuss). Gemeinsam haben sie es geschafft, sich auch für das Finale im Pas de Deux zu qualifizieren. Diese deutschen Top-Voltigierer treffen in Leipzig auf hochkarätige Konkurrenz aus den USA, den Niederlanden, Italien, Österreich, der Schweiz und aus Frankreich.

Inzwischen wurde auch das letzte Ticketkontingent für die Messe Partner Pferd in den Verkauf gegeben. „Die Vorfreude ist riesig“, so der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner. „Wir haben sehr viel Zeit und Akribie in das Hygienekonzept ‚Safe Expo‘ gesteckt und es inzwischen auf vielen Veranstaltungen erprobt. Es ist ganz klar, dass die Partner Pferd auf jeden Fall stattfinden wird.“  jbc/Equiwords

Tickets und weitere Infos: https://www.weltcup-leipzig.de/

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